zu guter Letzt

🌄 Fragen, Fragen, Fragen... 

📅 30.09.2025 

📍 wieder in Deutschland   

🎒 Über 12 Wochen unterwegs, zu zweit im Camper, zwischen altem und neuem Job, altem und neuem Leben... 10.000 km und 22 Blogeinträge später.


Zunächst einmal: 


Vielen Dank für die schöne Zeit, 

die wir gemeinsam mit euch erleben konnten, 

die Erlebnisse, die wir mit euch teilen durften, 

euer Interesse an unseren Berichten!

💖




Und dann: Danke für die Fragen, die ihr uns gestellt habt! 

🙏


Die wollen wir in diesem Beitrag beantworten.



Ist das Campen einfacher außerhalb Deutschlands und wenn ja, warum? 

  • Grundsätzlich ist es leichter: ☝🏼 außerhalb von Touristenregionen. ☝🏼 außerhalb der Saison. 
  • Wo Platz ist, ist es entspannt: große Länder wie Schweden, Tschechien, Frankreich oder in Gegenden, in denen Platz ist, zB Brandenburg, Niedersachsen. 
  • Es gibt Länder, in denen das freie Campen schier nicht möglich ist (Niederlande, Teile von England zB) und in denen es ausdrücklich untersagt ist (zB Dänemark und Italien- das erfuhren wir glücklicherweise erst nach unserer Reise...). 
  • Unsere Erfahrung war, dass wir mit unserem bordeauxroten Bulli eher auf Sympathie stießen. 😊

kurz vor Genua, versteckt hinter Gebüsch

 

Wie findet ihr eure Nachtplätze?


        Schön! 😀 Aber das meintet ihr nicht. Also, wie gehen wir auf Platzsuche...:


  1. Wir überlegen, was wir haben wollen: Regenschutz (Wald), Blick (Hang, Weinberg), Nähe zu Wasser (eher fern von Touristen)
  2. Wieviel Zeit wollen wir verbringen: nur die Nacht (dann suchen wir gegen Abend und der Platz ist evtl. enger oder näher an der Straße) oder mit Zeit zum Schreiben, Kochen, Lesen (dann muss der Platz mehr Komfort bieten: Platz, Schutz, Sicht, Ruhe)? 
  3. Dann fahren wir mit offenen Augen durch möglichst kleine Straßen, außer Hörweite der Schnellstraßen und abseits von Ortschaften (es gibt auch Länder ohne Bebauungsplan- da gibt es keine umschriebenen Orte, und alle paar Meter steht ein Haus. Schwierig!) Das geht auch im Dunkeln: einfach immer kleinere Straßen wählen, bis es still und dunkel ist...
  4. Wir suchen nach Sichtschutz von der Straße und zu den Häusern: eine Hecke, ein Maisfeld, Gebüsch oder die pure Entfernung. 
  5. Verbotsschilder respektieren wir. 
  6. Die Plätze müssen für uns nicht groß sein, aber meist hatten wir einen tollen Blick. 
  7. Wir begutachten immer den Untergrund, bevor wir ihn befahren. 🤪
  8. Natürlich ist auch die Waagerechte entscheidend für einen guten Schlaf. 
  9. Als Toilette dient der nächste Wald, und das Duschen stört auch niemanden. Notfalls haben wir einen Duschvorhang (nur in Städten genutzt).
  10. Sollte die Hecke, der Weinberg oder Olivenhain einen nicht ausreichend hohen Sichtschutz bilden, lassen wir das Dach unten. 
  11. Wenn jemand vorbeikommt, grüßen wir freundlich. 
Kiefernwald in der Provence, Platz an einem Wanderweg

 

Was funktioniert alles besser in den Ländern, die Ihr bereist habt?

  • Italien: Kaffee, Eis, Tomaten 😋
  • Frankreich: Qualität und Auswahl der Nahrungsmittel, Savoir vivre 
  • Wir fragen uns, warum man in allen Ländern Autobahngebühren zahlt- außer in Deutschland 

Was uns beeindruckt hat:

  • das Geschichtsbewusstsein und Selbstwertgefühl der Ungarn
  • Die Unberührtheit der Natur in Slowenien 
  • Die Spuren des Krieges in Nord-Ost-Kroatien
  • Die Wertschätzung aller WinzerInnen der Natur und den Generationen vor ihnen gegenüber 
  • So manche Beschilderung in Italien… (siehe Foto!)
kann das jemand verstehen?
bei der Ausfahrt am Kreisel...😅

Überrascht waren wir:

  • dass wir ein so gutes Team sind, uneingeschränkt und auf Dauer
  • dass der SpaceCamper komplett ausreicht in Ausstattung und Raum
  • dass man sich in Italien beim Wandern nicht grüßt
  • dass Windkraft offenbar nur in Deutschland genutzt wird...solar auch in Frankreich
  • dass sich auf unserer Route erst in Frankreich und Deutschland Homo-Paare gezeigt haben. In allen anderen Ländern haben sie sich wohl "versteckt"
  • dass der verunfallte und verletzte Radfahrer in Tschechien etwa 20 Min liegend telefonierte, um um Hilfe zu bitten
  • dass der Spacy 10.000 km ohne einen einzigen Schaden gemeistert hat
  • dass man so gut mit kalt Duschen auskommt
  • dass wir nichts vermisst haben- also nichts nichts
  • dass wir kein einziges Mal von einem Schlafplatz vertrieben wurden
  • dass kaltes klares Quellwasser eine echte Glücksquelle ist
  • dass wir sooo ein Erholungsbedürfnis hatten
  • dass wir uns immer so viel zu sagen haben
  • dass der Anblick eines Berges uns schier überwältigt hat
  • dass es solche Gewitter, solche Sternenhimmel und Sonnenaufgänge gibt
  • dass wir uns in Frankreich so zuhause gefühlt haben 
  • dass es so schwer sein würde, wieder zurückzukommen 

 

Leben im Bulli: Wie ist das so über längere Zeit? Vom Platz, von der Organisation, vom Zusammenleben. 

 

Platz: der SC ist ein Raumwunder. Unglaublich, was alles reinpasst. Und außerhalb ist die große weite Welt…

Organisation: siehe Beitrag "Unser Camper-ABC". Disziplin, Pflege, Aufräumen und Säubern macht nachhaltige Nutzung möglich. 

Zusammenleben: das muss jeder selbst ausprobieren. Wir gehören zu den Paaren, die einfach alles gerne immer miteinander teilen. Auf engem Raum. Ausnahmslos. Daher für uns perfekt. 

Aufgabenaufteilung macht vieles einfacher: jede/r macht, was er/sie gerne tut. Das war bei uns z.B.:

Philipp - Fahren; Mareike -Navigieren

Mareike - Kochen; Philipp - Abwaschen

Philipp - Kaffee; Mareike - Müsli 

Usw.

Warum sollte man ändern, was funktioniert? 



Wollt ihr ein Buch darüber schreiben?


Es war nicht unsere Absicht. Aber warum nicht?

Wenn jemand Kontakte zu Verlagen hat- gerne an uns.

Wir haben das Reisen und darüber Schreiben lieben gelernt.


Mareike schreibt Tagebuch


Ohne Frage unsere ❗ Antwort:


Ja, wir könnten immer so weiterfahren. 😃

Wegen der kürzer werdenden Tage würden wir uns nach Süden hin orientieren- Spanien, Afrika- und dann im Frühjahr wiederkommen. ☀️ naja...


Auf geht´s!


Unser Fazit?


Wir sind losgezogen, um zu „verdauen“ (Zitat einer Freundin): Überlastung, Enttäuschung, Verlust, Frust der letzten Jahre.

Es ging dabei auch darum, das Ausscheiden aus der Familienfirma zu vollziehen. Wofür wir ein Leben lang losgegangen sind. Was unser Leben durchgängig und hauptsächlich geprägt hat. Womit wir uns identifiziert haben.

Um anderen und anderem Raum zu geben.

Um zu realisieren.

Für uns, für das Team, für die Kund*innen und Lieferant*innen. 


Was war dafür wichtig?

  • den Mut haben, aufzubrechen.
  • Gewohnheiten verabschieden.
  • neue (weniger) Kommunikationswege nutzen. 
  • weniger wollen und dabei absichtsvoll sein.
  • sich Zeit geben. 
  • allen Dingen, Gedanken, Gefühlen Raum geben.
  • ehrlich, gütig, humorvoll sein. Mit dem anderen und mit sich selbst auch.
  • im Ganzen: VERTRAUEN
Vertrauen

🧠 Seltsame Erkenntnis:

Unsere Bedeutung für die Firma sollte schwinden. 😕

Und die Bedeutung der Firma in unserem Leben auch. 😖

Das war schmerzlich und erleichternd zugleich. 😇

 

Denn: 😏Was hat eigentlich "Bedeutung"? 

Und geht es darum im Leben? Im Endeffekt? 

Geht es darum, was man macht- oder nicht viel eher darum, wie man durchs Leben geht? oder vielleicht sogar: dass man (weiter) geht...

 

"Stuf´ um Stufe"

 

👍 Für uns war, so zu reisen, eine geniale und total funktionierende Art und Weise dafür, diesen Lebensabschnitt zu beenden und uns neu zu finden.

Wie sagte Philipp so schön: 

"Wir sind ein neuer Mensch geworden!"

...

 

 

Wat nu? 

Wattenscheid stellt die Lebensfrage 😂

Dieser Bus liefert die Antwort:
"Filip, going your way"!

Philipp Bremer, Leiter von Weintastings, Events und Reisen

Auf unserer Reise haben wir immer wieder die wunderbare, beglückende Erfahrung gemacht, wie WEIN Menschen verbindet, Natur und Geschichte zum Ausdruck bringt, inspiriert und den Geist öffnet für neue erweiternde Erlebnisse. 

Möchtest Du diese Erfahrungen mit mir teilen? Möchtest Du mit Freunden, deinem Team, KundInnen in diesem Sinne zusammen eine gute Zeit verbringen? Dann verabrede DEIN Weintasting mit mir! 
Möchtest Du mich unterstützen, dann überlege, an wen Du mich weiterempfehlen kannst! Dafür danke ich Dir schon jetzt!

Mehr Infos findest Du auf meiner homepage www.philipp-bremer.de

 

Mareike Bremer, Freie Rednerin (IHK)

Ab sofort könnt ihr mich als Freie Rednerin buchen- ob für Trauerfeiern, Kinderwillkommensfeste, Hochzeiten oder alle anderen Momente in eurem Leben, die ihr mit einer Zeremonie aufwerten wollt. Diese Zeremonie kann ganz noch euren Wünschen gestaltet sein: am Ort eurer Wahl, mit den Menschen eurer Wahl, besinnlich, fröhlich, klassisch oder außergewöhnlich. Meine Webseite ist noch in Arbeit- aber erreichen könnt ihr mich über mareike@ebremer.de oder per Mobil.

Ich freue mich auf viele besondere Momente- denn die bleiben...


Wenn ihr mich lieber singen hört: auch da bin ich weiterhin aktiv und buchbar - für besondere Anlässe oder mit meinen schon erarbeiteten Programmen.

Sprecht oder schreibt mich an!




...und zwischendurch fahren wir wieder los, natürlich mit unserem Spacy...



😀

Philipp & Mareike

 


 

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