Weine auf der großen Tour um die Alpen (2)
🍇 Weine auf der großen Tour um die Alpen 🚐
👉Teil 2: Slowenien und seine Nachbarweine - zwischen Alpen und Adria
📅 21.-27. Juli 2025
Hast Du schon mal einen Wein aus Slowenien probiert? Dahinten, vom Balkan, ehemaliger Ostblock, die Namen kann ich mir nicht merken...seit wann gibt es da Wein? 😳
Ich mache keinen Hehl aus meiner Unkenntnis. Es ist ein Ziel unserer Reise, offen für Neues, neugierig, mit Lust auf Entdeckungen unterwegs zu sein.
Unsere Reise ist auch eine spannende Erfahrung mit Grenzen. Slowenien grenzt an viele Länder. Für uns sind besonders zwei davon interessant: im Südwesten ist es Italien zwischen Mittelmeer und den Julischen Alpen, im Nordosten trennen die Karawanken mit kargen, hohen Gipfeln Slowenien von Österreich.
Die Natur kennt keine Grenzen, und so gehen die Länder landschaftlich ineinander über: Das italienische Friaul mit seinen lieblichen, weinbewachsenen Hügeln (Collio) und terrassierten Steilhängen (Colli Orientali) grenzt im Südwesten Sloweniens an die Weinregion Brda. Im Nordosten verbinden sich die Steiermark, Österreichs südliches Anbaugebiet mit ihren steilen grünen Hängen, Kirchen, Höfen und Buschenschänken oben auf den Hügeln, mit der slowenischen Region Maribor-Haloze.
Im Südwesten spürt man den Austausch mit den Kollegen im Friaul, Akzent auf den gleichen Rebsorten, man besucht sich gegenseitig. Am Sonntagmittag kommen die Italiener zum Essen rüber. Urig und lecker, und nicht nur das Tanken ist hier billiger.
In
Šmartno, einem mittelalterlichen Dörfchen unweit der Grenze, finden wir
eine sympathische Vinoteca, perfekt: Dort wird eine kleine Verkostung angeboten. Gebietstypische Weine von verschiedenen lokalen Erzeugern. Der Gastgeber spürt
unser echtes Interesse und zeigt uns gekonnt mit guter Expertise einen
Querschnitt aus der Region. Weine unterschiedlicher Stilrichtungen, alle
präzise und gut gemacht, eine tolle Probe! Ein Naturwein - viele slowenische
Jungwinzer experimentieren gerne und nehmen den Trend auf - überraschte uns
besonders positiv: Die Rebsorte Rebula (im Friaul „Ribolla Gialla“) wurde 14
Tage auf der Maische vergoren, dann weiter reduktiv ausgebaut: Das Ergebnis ist
ein bronzefarbener, nicht oxidierter Wein mit herrlicher Frucht- und Aromenfülle
und frischem Finale.
Naturweine
unterschiedlicher Machart - der Begriff ist nicht klar definiert- entstehen
durch Verzicht auf kellertechnische Behandlung des Weines, was zu mehr Charakter, aber auch
leicht zu Fehlgeschmack führen kann.
In
der Enoteca „De Feo“ in Cividale (Italien) probierten wir zum Abendessen
insgesamt acht Weine, allesamt auf Empfehlung der Inhaberin und Sommelière.
Keinen Wein kannte ich, alle stammten aus der Region Friaul. Die Weinkarte
enthielt über 350 Positionen, allein 20 offene Weißweine, meist aus
autochthonen Sorten und viele Naturweine. Alle empfohlenen Weine passten perfekt zu den
leckeren Gerichten.
Zwei Weinerlebnisse, die zeigen, dass man zurecht stolz ist auf die eigenständigen Weine dieser Gegenden. Ein Eldorado für alle, die gerne Weine entdecken, die Natur lieben und gerne Menschen kennenlernen.







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