Was machen wir hier eigentlich?
🌄 Aus-Zeit? Reise? Urlaub?
📅 22. Juli 2025
📍 heute in Slowenien
🧠 Gedanken...
Einige von euch fragten uns: Was macht ihr eigentlich? Reise oder Urlaub? Aus-Zeit?
Und warum fahrt ihr so viel umher?
Warum nur so kurz im jeweiligen Land? Und wo sind die
Highlights, die „Must do“!? Oder: wolltet ihr euch nicht einfach nur
zurückziehen- warum macht ihr so viel?
💭 Einige Tage philosophiere ich auf den Begriffen herum:
„Aus-Zeit“ gefällt mir dabei am wenigsten. Was wir hier
machen, ist ja eher ein „An-Schalten“ von Sinnen, Gedanken, Leben.
Urlaub („urloup“) ist qua Definition ein „Erlauben“,
nicht zu arbeiten. Ein „Frei von“. Zum Erholen.
Reisen kommt von „risan“= sich erheben, aufbrechen, es
beinhaltet also die Fortbewegung, den Aufbruch.
Viele haben uns „schönen Urlaub“ gewünscht. Damit sind
Wünsche verbunden, die Erholung, Entspannen, Kraftholen beinhalten. 🙏Vielen Dank für diese Wünsche! 🙏 All dieses brauchen wir
auch.
👀 Allerdings ist unsere Tour in Dauer und Absicht auch eine Herausforderung. Arbeiten müssen, Termine haben, Aufgaben erledigen ist auch immer eine Möglichkeit sich abzulenken. Über Unvollständiges hinwegzusehen. Etwas aufzuschieben.
Diese Ausreden haben wir nun nicht mehr. Im Gegenteil:
wir sind zu zweit und, mit dem wenigsten unterwegs, immer auf gutes Miteinander
angewiesen. Wir können alles zur Sprache bringen. Wir müssen ehrlich sein. Wir
haben Zeit. Und nur den anderen.
Selbst in bisherigen Urlauben haben wir uns häufig mit
Provisorien abgefunden- von der dreckigen Wäsche über ungünstig angesammelte
Vorräte bis hin zu Konflikten, die wir auf die kurze Zeit (und damit auf die
lange Bank…) geschoben haben.
Das ist jetzt anders!
So gesehen sind wir viel nachhaltiger: wir machen direkt und
im übertragenen Sinne täglich den Abwasch 😉
Und zwar auch besonders den eigenen 🙃
Denn diese Reise- noch mehr als „Frei von“ steht der
Aspekt von „Aufbruch“ für uns im Vordergrund- ist eine Reise durch Länder,
durch Gefühle, durch Gedankenwelten, durch Ideen, durch Fragen, durch
Differenzen und Einigung, durch die eigene Verschrobenheit… So erleben wir uns
als Reisende, Fragende, Müde, Wache, Durstige, Suchende, Beschenkte,
Überraschte, Genießende, Staunende, Vorsichtige, Genervte, Unterstützende, Aufräumende...
Wir brechen auf aus den alltäglichen Gedanken und
Verbindlichkeiten, versuchen, die Sorgen und den Stress der letzten Jahre
hinter uns zu lassen, genießen die Freiheit und werfen ein paar Anker in die
Zukunft.
4 Wochen sind wir jetzt unterwegs und es fühlt sich
völlig „normal“ an, alles im Bus zu haben, immer im Bus zu schlafen, kalt zu
duschen…jeder Handgriff sitzt, wir haben ein Gespür für den Weg und vor allem
für Plätze zum „Stehen“ entwickelt.
Wir können vertrauen: Genau am Ende unserer Gasflasche
fanden wir endlich ein Geschäft mit vollen. Glutenfreies Brot, Wasser, Joghurt
füllen wir regelmäßig auf. Wir leben einfach und in Fülle. Wir vertrauen
einander, dem Weg, den Menschen. Warum sollten wir der „Zukunft“ nicht auch
vertrauen?!
Also: Ist es Urlaub? Ist es Reise?
Urlaub vom Alten, Reise ins Neue. Trennbar sind diese
beiden Aspekte nicht.
Und so gesehen sind wir ja alle immer auf „Reise“.😏
In diesem Sinne wünschen wir euch ALLEN eine GUTE REISE! ⛵
Herzliche Grüße aus Slowenien, wo es einfach wunderschön ist…





Schöner Text! ❤️
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